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- Unbekannte Nutzungsrechte zurückrufen - jetzt!December 31 2008
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Noch bis 24.00 Uhr können heute Autoren “unbekannte Nutzungsrechte” per Fax an den Verlag ihrer Wahl zurückrufen. Klaus Graf weist darauf in einem Beitrag in seinem Blog “Archivalia” hin. Hintergrund ist eine Änderung des Urheberrechtsgesetzes, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist. Es setzt die Rückruffrist auf den 31.12.2008. Hintergrund:
Bis Anfang 2008 waren Urheberrechtsverträge, mit denen Rechte auf „unbekannte Nutzungsarten“ eingeräumt wurden, schlicht verboten. Mit der Folge, dass die Verlage die Rechte zur Verbreitung z.B. von Büchern, Filmen, Musik, Hörspielen oder Illustrationen auf CD, DVD oder im Internet erst einmal erwerben mussten. Um ihnen dieses in ihren Augen viel zu mühselige Geschäft nicht noch einmal zuzumuten, wurde das Verbot der Einräumung von Rechten auf unbekannte Nutzungsarten mit der letzten Novelle des UrhG kurzerhand gestrichen.
Mit der in § 137l fixierten Übergangsregelung erhalten die Verwerter diese Rechte automatisch rückwirkend für alle Verträge, die seit dem 1.1.1966 geschlossen wurden und „alle wesentlichen Nutzungsrechte ausschließlich sowie räumlich und zeitlich unbegrenzt“ einräumten (was z.B. bei Buchverträgen üblich ist). Einzige Chance, dem zu entkommen: Man muss noch im Jahre 2008 der Nutzung auf „unbekannte Nutzungsarten“ widersprechen.
Laut Klaus Graf muss nur folgendes auf dem form
- VGmat für VG Wort-MeldungenDecember 30 2008
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25 Stunden vor Ende der Abgabefrist für Internettexte bei der VG Wort eine vielleicht nicht unwichtige Meldung: c’t-Redakteur Mirko Dölle hat in seiner Freizeit für heise online und einige der dort über die Suche erreichbaren Dienste ein Skript geschrieben, das den zeitlichen Meldeaufwand etwa auf ein Sechstel vermindert.
Das über seinen eigenen Server laufende Skript extrahiert aus den Meldungen die notwendigen Angaben und überträgt sie in das VG-Wort-Formular. Zweimaliges Abschicken genügt und der Text ist gemeldet. Das ganze dauert etwa 10 Sekunden - das händische Eintüten dauert mindestens 60 Sekunden - mit dem Risiko, sich eine Maus-Hand zuzuziehen. Telepolis-Texte sind jedoch von der VGmat-Datenbank ausgenommen, weil die Redaktion sich auf Dölles Anfrage nicht meldete. Für Technology-Review-Texte gibt es eine eigene Datenbank.
Über Detlef Borchers habe ich heute auch erfahren, dass ähnliches nun auch für Spiegel online und Zeit online zur Verfügung steht. Eine URL habe ich für diese Dienste nicht, weiß also nicht, ob sie auch für freie Autoren noch verfügbar sind.
- “Digital Literacy” in EuropaDecember 23 2008
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Es gibt aktuelle Zahlen zur “digitalen Spaltung”, speziell zur “digital Literacy” (digitaler Alphabetismus) in der EU. Im Rahmen der Initiative “eInclusion” stellte eine Expertengruppe einschlägige Befunde in einem “Digital Literacy Report 2008” (PDF) zusammen, die Anfang Dezember auf einer Konferenz in Wien vorgestellt wurden.
2007 hatte über die Hälfte der europäischen Bevölkerung (57%) keinen Internetzugang. Folgende Gründe wurden angeführt:
Die Studie ging auch der Frage nach, welche Gruppen in Sachen “digital Literacy” bzw. IT- und Medienkompetenz Nachholbedarf haben. Das Ergebnis überrascht nicht: Es sind vor allem ältere Menschen, Menschen mit niedrigem Bildungsstandard, Menschen in ländlichen Gegenden sowie Arbeitslose und Menschen in Rente.
- Risikofaktor Community? Tamedia verabschiedet Facts 2.0 in die UnabhängigkeitDecember 19 2008
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Der Schweizer Verlag Tamedia verabschiedet sich von seinem über eineinhalbjährigen Aggregationsdienst Facts 2.0 und übergibt ihn der Obhut seiner Erfinder. So übernimmt die Schweizer Dependance von “Information Architects” die News-Diskussionsplattform. Christoph Lüscher, bisher Geschäftsführer von FACTS 2.0 und Mitgründer von Information Architects Zürich, führt FACTS 2.0 ab 2009 gemeinsam mit seinen Partnern weiter.
Auf Nachfrage erklärte Lüscher: “FACTS entwickelt sich positiv, kann aber wie viele kleinere und mittlere Sites in der Schweiz die notwendigen Investitionen noch nicht selber tragen. Als Startup im Internetbereich haben wir viele der für Betrieb und Weiterentwicklung von FACTS benötigten Ressourcen inhouse und können FACTS so flexibler voranbringen als Tamedia.”
Es ist eigentlich zunächst kein gutes Zeichen, wenn ein Verlag sein Projekt an die Erfinder zurückgibt, weil er darin keine kurz- oder mittelfristige Perspektive erkennen kann. Es ist aber wiederum ein gutes Zeichen, wenn die Erfinder so von ihrem Projekt überzeugt sind, dass sie es nun auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko weiterpflegen wollen. Dies wird jedoch vermutlich nicht mit der selben personellen Ausstattung wie bisher möglich sein.
Ausschlaggebend für den Rückzug von Tamedia mögen vielleicht die seit d
- Bloggen als Fulltime-Job - Interview mit “Stylespion” Kai MüllerDecember 18 2008
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Kai Müller widmet sich seit kurzem den ganzen Tag seinem sehr erfolgreichen Blog Stylespion - und hat dafür seinen Job als Webdesigner aufgegeben. Anlass, für ein paar neugierige Nachfragen.
Christiane Schulzki-Haddouti: Es ist etwas ungewöhnlich, in Zeiten der Krise einen festen Job aufzugeben, um sich seinem Blog hundertprozentig widmen zu können. Warum ist das Bloggen denn für dich der sicherere Job?Kai Müller: Gegenfrage: wann ist denn die richtige Zeit, sich selbständig zu machen?
Meine Entscheidung fiel schon vor längerem. Dass es aus finanzieller Sicht sicherer ist, habe ich nie behauptet. Geld ist zwar wichtig, aber Entscheidungen die nur darauf beruhen, waren bisher nicht unbedingt die besten in der Geschichte.
Ich musste abwägen, ob ich die investierte Zeit in StyleSpion.de zurückschraube, oder ob ich das Projekt noch weiter voran treiben will. Ich habe mich für Letzteres entschieden.
Ich denke, viele unterschätzen den A


