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KoopTech

Kooperative Technologien in der sozial-medialen Revolution


MIMOA - Architektur im Social WebToday

Das niederländische Projekt “MIMOA“ zeigt Bilder moderner Archiktur aus ganz Europa zusammen mit ihrer Adresse auf Googlemaps an. Archikten, Besucher und Architekturfreunde tragen selbst die Beiträge ein. Auch in Deutschland gibt es bereits für viele Städte Einträge. Innerhalb eines Jahres stellten rund 3500 Nutzer über 1600 Architektur-Projekte ein.

Nun könnte man einwenden, dass spezialisierte Architektur-Blogs doch auch interessant seien. Wohl war, aber MIMOA ermöglicht seinen Nutzern auf Basis seiner Datenbank einen eigenen, personalisierten Architekturführer als E-Book zu erstellen und ausdrucken. Das halte ich für ein nahezu geniales Publishing-Konzept, das aber noch nicht ganz ausgereift ist:

MIMOA is still in doubt which business models to implement, with options ranging from advertising and premium membership to retail of architecture guides and b2b services in the field of city trips. 

Vorgestellt wurden MIMOA (PDF, 42. S.) übrigens auf der PICNIC 08. Das Publikum hielt Mimoa für das interessanteste Business-Modell.

Was macht eigentlich Echelon-Enthüller Nicky Hager?Yesterday

Für was LinkedIn alles gut ist… Im Rahmen meines jüngsten Projekts aktualisierte ich wieder mein Profil und schickte einige Kontaktanfragen herum. Die überraschendste Antwort kam von Nicky Hager, der 1999 für mein erstes Buch “Vom Ende der Anonymität” einen Beitrag darüber geschrieben hatte, wie er das weltumspannende Spionageprogramm “Echelon” entdeckt hatte. Das Buch “Secret Power” ist, finde ich, immer noch ein Muss für jeden, der sich ernsthaft mit Recherchetechniken auseinandersetzen möchte.

Er schrieb mir, dass er noch immer als investigativer Journalist arbeitet. Sein jüngstes Buch “The Hollow Men” könnte auch hierzulande die Recherche einiger Journalisten im kommenden Wahljahr 2009 inspirieren. Er ging den Wahlstrategien neusee

“Das Social Web ist für NGOs ein Empowerment-Instrument” - Interview mit Brigitte ReiserNovember 18

Brigitte Reiser berät Nichtregierungsorganisationen, wie sie sinnvollerweise Social-Web-Techniken einsetzen können. Hierfür betreibt sie zwei Websites, “Soziales Kapital für gemeinnützige Organisationen” und “Web 2.0 für gemeinnützige Organisationen”, sowie ein Blog “zu Stakeholder-Management und Web 2.0″

Christiane Schulzki-Haddouti: Zwei Websites, ein Blog - das hört sich so danach an, als müssten Sie vielen NGOs erst noch die Vorzüge des Social Web erklären. Worin sehen Sie denn die größten Vorteile für NGOs?

Brigitte Reiser: Das Social Web ermöglicht gemeinnützigen Organisationen den Aufbau von Netzwerken, die Pflege bestehender Beziehungen, den Dialog mit den Stakeholdern und die Kooperation innerhalb der Einrichtung und über Einrichtungsgrenzen hinweg. Die Publikationsmöglichkeiten, welche die neuen Technologien und Dienste bieten, erlauben es Nonprofit-Organisationen, ihre Botschaft ungleich einfacher und kostengünstiger als in der Vergangenheit

“Am Ende muss es vielleicht wieder der Staat richten” - Nachrichten vom Medienumbruch IIINovember 17

Auch die vergangene Woche zeigte wieder, wie heftig es die Medien derzeit durchrüttelt und wie die Nervosität in den Redaktionen angesichts immer neuer Sparrunden steigt - bis hin zu polemischen Attacken wider das Internet.

Die nächste Sparrunde wird überraschenderweise beim Branchenprimus “Süddeutsche Zeitung” eingeläutet, die, so berichtet CARTA, angesichts jäh abgesackter Anzeigenschaltungen Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich plant - inclusive einem Stellenabbau in der Redaktion, wie die WELT in einem ausführlichen Beitrag hierzu schreibt:

Das Gerücht, man wolle sich von jedem fünften Redakteur trennen, dürfte unzutreffend sein. Es bezieht sich darauf, dass zusätzlich zum Personalabbau bei den Etats für Honorare und Reisen jeweils 20 Prozent eingespart werden sollen.

Apropos Honorare - für die freien Journalisten wird das bitter werden. Auch die “Welt” selbst soll vor drei Wochen entschieden haben, nunmehr alles, bis auf die Wochenendausgaben, selbst bestücken zu wollen.

Dass jetzt auch eine so optimisti

Wissenschaftsblogs revisitedNovember 16

Marc Scheloske hat für sein Wissenschafts-Café wieder einmal die Technorati-Authority für die ihm bekannten Wissenschaftsblogs ausgewertet. Zu meinem leichten Entsetzen musste ich feststellen, dass dieses kleine KoopTech-Blog nun auf Platz 1 der Wissenschaftsblogs-Charts 11/2008 steht. Und auch ein Blick hinüber zu Benedikt Köhlers “Metaroll Science” zeigte dasselbe Ergebnis.

Das kann ja wohl nicht sein. Deshalb hier nochmal die Worte von Marc:

Es ist offensichtlich, daß die Blogcharts keine Rangliste der “besten” Wissenschaftsblogs sind. Qualität kann nicht gemessen werden. Die Zahl der Links ist lediglich ein Indikator für die Sichtbarkeit bzw. den relativen Status, den ein Blog innehat. Außerdem versteht es sich von selbst, daß es viele spannende Blogs gibt, die nicht in der Liste der Top30 gelistet sind…

Wohl wahr. Denn die Popularität dieses Blogs hat, so fürchte ich, nichts mit seinen medienwissenschaftlichen Qualitäten, sondern vor allem mit seinem eher locker-journalistischen Umgang mit seinem populären Hauptthema, den “Kooperativen Technologien in der sozial-medialen Revolution”, zu tun.

Aus diesem Grund möchte ich hier auf einige Hoffnungsträger