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zweisprech.de

Leben und Arbeiten im Web Zwei.


Bye Bye PownceDecember 1

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Der Microblogging-Dienst Pownce macht die Schotten dicht. Die Entwickler wechseln zu Six Apart. Das gab es bei Venture Beat zu lesen, die Entwickler verabschieden sich in ihrem Blog.

Technisch und gestalterisch war Pownce ausgesprochen gut gelungen, aber wie das so ist: Das Gute setzt sich nicht immer durch, man war dort relativ allein, wenn man eingeloggt war.
Es reicht nicht, einen technisch guten Dienst ins Netz zu stellen, man muss auch die richtigen einflussreichen digitalen Stammesführer locken, damit diese ihre Claque mitbringen und die so genannte »kritischen Masse« erreicht wird.


Die Informationsernte XIIINovember 21

Auf so etwas habe ich schon lange gewartet, das darauf erst jetzt jemand gekommen ist: Miss-Social-Web.com. Nur durch Anlegen eines Profils in irgendeinem »Social-Network« darf frau damit rechnen, dort zur Beschau frei gegeben zu werden. »Social«, nicht wahr? ;)

Ein Teenager bringt sich selbst um und überträgt das live in justin.tv. Die Stellungnahme von justin.tv: »[…] we don’t comment on individual videos, however, our policy prohibits inappropriate content on Justin.tv«…

Radikaler Themenwechsel: Was Entwickler so bei morgendlichen Meeting in ihre Notizbücher schreiben…

EFF: »Google is Done Paying Silicon Valley’s Legal Bills.«

Und Seth Godin verrät das letzte und allumfassende Geheimnis: »How to make money using the Internet«. Ich bin dann mal weg. Acapulco, oder so, denn ich hab’s schon vorher gelesen…

Google Lively nun nicht mehr »lively«November 20

(Bild: Windfairy@flickr)

Google hat ihr erst im Juli 2008 veröffentlichtes 3D-Chat-Gedöns namens »Lively« nun wieder beerdigt. Es war ihnen wohl nicht »lively« (dt. »lebendig, spritzig, lebhaft«) genug.

Meiner unmassgeblichen Meinung nach ein weiteres Indiz für die Überbewertung von 3D-Visualisierungen als »Zukunft des Internets«. In den Zeiten des Second-Life-Booms wurde ja so getan, als wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis das ganze Web sich in eine dreidimensionale Puppenstube verwandelt

Dazu wird es nicht kommen. Jeder hat einen gewissen Spieltrieb in sich, das »dreidimensionale Püppchenwesen« ist aber für eine Massenanwendung deutlich zu infantil. Die Vorstellung, man verabrede sich z.B. in einer 3D-Welt zu Geschäftsterminen,

Wochenendkino: Tim Bray über das professionelle Web-Leben in Zeiten der KriseNovember 14

Nun ist es also mal wieder soweit: Wir, die im und mit dem Web ihr Geld verdienen, müssen sich in den Zeiten der ökonomischen Krise durchbeißen. Tim Bray hielt kürzlich die Keynote der FOWA Expo London und gab neben düsteren Gegenwartsbeschreibungen (»The future, at the moment, is fairly dark«) Ratschläge zum Überleben in diesen finsteren Zeiten, z.B. »Bad Times are good times to be agile«. Und: »Fear Venture Capitalists.« Manchmal etwas arg banal, aber im Großen und Ganzen eine gut angelegte halbe Stunde als Anstoss zur Reflektion über das eigene professionelle Agieren im Web.

Die Wolke ist eine Falle - Stallman contra »The Cloud«September 30

Das in diesen Zeiten 2.0 so populäre Konzept des »Cloud Computing«, also das Anvertrauen des persönlichen Datenaufkommens an eine oder mehrere Web-Anwendungen und Datenspeicher irgendwo in den Weiten des Netzes, ist eine Falle, sagt Free-Software-Legende und der bedingungslose Advokat der Freiheit Richard M. Stallman dem Guardian, Zitat:

»It’s stupidity. It’s worse than stupidity: it’s a marketing hype campaign«

Über Leute, die z.B. ihren E-Mail-Verkehr einer Anwendung wie Google Mail anvertrauen, kann Stallman nur den Kopf schütteln, Zitat:

»One reason you should not use web applications to do your computing is that you lose control. It’s just as bad as using a proprietary program. Do your own computing on your own computer with your copy of a freedom-respecting program. If you use a proprietary program or somebody else’s web server, you’re defenceless. You’re putty in the hands of whoever developed that software.«

Das Unverständnis darüber, wie man wichtige Dinge wie E-Mail oder Dokumente einem Gratis-Dienst einer anonymen Organisation wie Google anvertrauen kann, teile ich übrigens mit Stallman. Die komplette Kontrolle über die eigenen Daten ist für gewisse Dinge alternativlos. Wir haben in unseren Computer-Grundbedürfnissen absurde Dinge wie Hardware-